Mobile Optimierung: 3 Wege zu einer guten Mobile Usability

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Mobile Usability – also die Benutzbarkeit auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets – ist heute ein absolutes Must-have. Warum? Und wie kannst Du Deine Website mobile optimieren? Das erfährst Du in diesem Beitrag.

Was ist Mobile Optimierung?

„Mobile Optimierung“ ist der Weg zu einer guten „Mobile Usability“. Oder um es zu de-anglisieren: „Mobile Optimierung“ ist der Prozess, in dem Du Deine Website so optimierst, dass die Benutzererfahrung auf mobilen Endgeräten möglichst gut ist.

Warum Mobile Optimierung?

Die Mobile Optimierung von Websites hat mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert. Um das zu verdeutlichen, lass diese Zahl kurz auf Dich wirken: mehr als 50 % aller Internet-Zugriffe erfolgen mittlerweile mit mobilen Geräten. Das weiß auch Google, und deshalb verändert sich die Suchmaschine stetig. Darauf gehen wir im vierten Abschnitt des Beitrags ein.

Unterschiede zwischen Desktop und Mobile

Die Unterschiede zwischen einem Smartphone und einem Desktop-PC beispielsweise sind enorm:

  • unterschiedliche Bildschirmgröße: 5 Zoll vs. 24 Zoll Diagonale
  • unterschiedliche Ausrichtung: Hochformat vs. Querformat
  • unterschiedliche Bedienung: Toucheingabe am Bildschirm vs. Maus/Touchpad
  • unterschiedliche Netzanbindung: ggf. geringere Bandbreite mit Aussetzern vs. DSL-Leitung
  • unterschiedliche Betriebssysteme/Technologien: z.B. unterstützt iOS die ohnehin veraltete Flash-Technologie nicht

Mobile Usability bzw. Mobile Optimierung beginnt am besten schon vor dem Relaunch/Redesign Deiner Website. Glücklicherweise gibt es heute eine Reihe von Programmen und Frameworks, mit denen die Umsetzung einer mobile optimierten Website relativ einfach ist.

Drei Wege zur Mobile Optimierung

Grundsätzlich führen drei Wege zu einer guten mobile Usability. Wirklich empfehlenswert ist meines Erachtens aber nur der Weg mit einem Responsive Design.

1. Weg: unterschiedliche URLs

Bei diesem Ansatz werden zwei grundsätzlich verschiedene Websites zur verfügung gestellt. Nehmen wir einfach mal an, die URL Deiner normalen Website lautet:

www.deinewebsite.com

Dann würde die URL der mobilen Version so lauten:

m.deinewebsite.com

Alle Nutzer, die mit einem Smartphone auf Deine Website zugreifen, werden entweder nach einer Abfrage oder automatisch auf m.deinewebsite.com umgeleitet. Dieser Ansatz hat drei Nachteile:

  1. Du musst zwei Websites pflegen
  2. Durch die wechselseitigen Umleitungen entstehen Fehlerquellen
  3. Bei der Suchmaschinenoptimierung deutlich komplexer

2. Weg: Dynamic Serving

Dynamic Serving bedeutet soviel wie dynamische Auslieferung. Im Gegensatz zum ersten Weg erfolgt die Auslieferung für alle Geräte unter einer URL (also www.ihrewebsite.com). Sie geben jedem Element Ihrer Website die Information mit, auf welchen Geräten es erscheinen oder ausgeblendet bleiben soll. Auf diesem Weg können Sie einem Smartphone-Nutzer unter derselben Adresse eine „abgespeckte“ und für mobile Geräte optimierte Version Ihrer Website ausliefern. Damit umgehen Sie zumindest schonmal die wesentlichen Nachteile des ersten Wegs.

3. Weg: Responsive Design (empfohlen!)

Der Königsweg führt über das Responsive Design (oder vollständig: Responsive Webdesign). Bei diesem Ansatz ist die Website reaktionsfähig und wird auf jedem Endgerät angepasst angezeigt. Die Website ist so programmiert, dass Sie auf die Breite des Browserfensters reagiert. Dabei wird z.B. auch das Navigations-Menü auf mobilen Geräten „zusammengeklappt“ und im sogenannten „Hamburger-Menü“ dargestellt, das sich mit einem Tipp öffnet.

der hamburger ist der namensgeber des hamburger menüs für die mobile optimierung ihrer website
Der Namensgeber des Hamburger-Menüs
das Hamburger Menü bietet eine gute mobile usability
Das Hamburger-Menü

Probier’s doch mit dieser Website mal aus: machst Du das Browserfenster schmaler, wird auch der Inhalt schmaler. Irgendwann wird die Seitenleiste nach unten verschoben, sodass Du mehr Platz zum Lesen des Texts hast. Und das Menü schrumpft zu einem Hamburger.

Zugegeben, das ist das alte Design vor dem Relaunch. Aber Du siehst das Hamburger-Menü oben rechts.

Responsive Design ist der beste Weg zur optimalen Mobile Usability. Unter einer URL werden sämtliche Inhalte ausgeliefert. Dabei wird das Layout und die Größe der Elemente perfekt an Ihre aktuelle Bildschirmgröße angepasst. Die mobile Ansicht Ihrer Website ist nicht abgespeckt, sondern voll und ganz gleichwertig mit der Desktop-Ansicht. Warum das so wichtig ist, erfahren Sie im nächsten Absatz!

Bedeutung der Mobile Optimierung für SEO

Eingangs hatte ich erwähnt, dass mittlerweile mehr als 50 % des Gesamttraffics weltweit von Smartphones und Tablets ausgeht. Google hat auf diese Entwicklung bereits 2015 reagiert und die Qualität der Mobile Usability von Webseiten als Ranking-Faktor aufgenommen. Für Sie bedeutet das: je besser Deine Website auf mobilen Geräten funktioniert, desto leichter schaffst Du’s auf die oberen Google Ränge (vice versa).

Mit dem Mobile First Index ist Google 2018 noch einen Schritt weitergegangen. Bei der Mobile First Indexierung beachtet Google für die Indexierung und das Ranking in erster Linie die mobile Version einer Website. Bestehende Webseiten werden von 2018 bis voraussichtlich 2021 Stück für Stück auf „mobile first“ umgestellt. Diese Umstellung ist mittlerweile (Sommer 2021) abgeschlossen.

Google schreibt in seiner Dokumentation zur Mobile First Indexierung selbst:

„WARNUNG: Wenn du es absichtlich so eingerichtet hast, dass die mobile Website weniger Inhalte als die Website für Computer hat, musst du mit einem leichten Rückgang der Zugriffe rechnen, wenn für deine Website die Mobile First-Indexierung aktiviert ist, da Google von deiner Website nun nicht mehr so viele Informationen abrufen kann wie zuvor.“

von Google, abgerufen am 22.09.2020

Mini-Fazit

Also: wenn Deine Website noch nicht mobile optimiert ist, leg am besten gleich damit los! Wenn Du mehr darüber erfahren willst, wie Du die Google Rankings erobern kannst, lies hier weiter: Website Google optimieren.

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